LH/FSH-Verhältnis
Männer-/FrauengesundheitDas LH/FSH-Verhältnis vergleicht die Werte des luteinisierenden Hormons mit dem follikelstimulierenden Hormon, die beide von der Hirnanhangsdrüse produziert werden.
Während FSH die Entwicklung der Eizellfollikel in den Eierstöcken anregt, löst LH den Eisprung aus und unterstützt die Progesteronproduktion. Das Verhältnis zwischen diesen Hormonen liefert entscheidende Einblicke in die Eierstockfunktion und Fortpflanzungsgesundheit, die keines der Hormone allein offenbaren kann.
Warum das wichtig ist
Das LH/FSH-Verhältnis ist ein aussagekräftiges Diagnoseinstrument für reproduktive Störungen bei Frauen. Ein Verhältnis über 2,0 weist oft auf das polyzystische Ovarialsyndrom (PCOS) hin, wobei überschüssiges LH den normalen Eisprung stört und unregelmäßige Perioden, Unfruchtbarkeit, übermäßige Körperbehaarung und Akne verursachen kann. Ein sehr niedriges Verhältnis kann auf eine verminderte ovarielle Reserve, eine schlechte Eizellenqualität oder eine bevorstehende Menopause hindeuten. Das Verhältnis ändert sich natürlich während des gesamten Menstruationszyklus; es beträgt etwa 1:1 während der Follikelphase, steigt aber während des Eisprungs stark an.
Faktoren wie extremer Stress, erhebliche Gewichtsveränderungen und übermäßige körperliche Anstrengung können dieses Gleichgewicht verändern.
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